Stimmkraft

Der Ton macht die Musik

Dieses Sprichwort kennen wir wohl alle und haben es als Kinder sicherlich häufiger von unseren Eltern gehört. Heute wissen wir: Sie hatten Recht. Denn wie wir sprechen beziehungsweise wie unsere Stimme klingt, hat eine enorme Wirkung auf andere. Das ist auch wissenschaftlich bewiesen.

Unser Gehirn verarbeitet Worte nach 140 Millisekunden. Der Inhalt, also was wir gesagt haben, spielt dabei nur eine sehr kleine Rolle. Wie Worte wirken, hängt zu einem großen Teil von der Körpersprache und der Stimme ab. Und obwohl sie oft unterschätzt wird, hat unsere Stimme ein enormes Potenzial und kann – wird sie richtig eingesetzt – ein machtvolles Instrument sein. Die Stimme hilft uns dabei, uns durchzusetzen und andere von etwas zu überzeugen. Schon die Intonation und Atmung beeinflussen, ob der Gesprächspartner als sympathisch oder eher unsympathisch eingestuft wird.  Experten bezeichnen dies als psychorespiratorischen Effekt. Wer uns beispielsweise durch seine Stimme beruhigt, ist uns sofort sympathisch. Es geht aber genauso schnell in die andere Richtung: Wer zum Beispiel näselt, wird häufig schon vor dem ersten Treffen als arrogant abgestempelt. Und während eine stockende Stimme den Zuhörer an dem Gesagtem zweifeln lässt, sorgt eine scharfe Stimme zwar für Aufmerksamkeit, doch der Redner wird schnell als unsympathisch, gar schon aggressiv eingestuft. Egal was wir also sagen, wenn der Klang unserer Stimme als unangenehm empfunden wird, kommen wir bei unserem Gegenüber nicht an.

Stimme lässt uns Vermutungen anstellen

Die Stimme beeinflusst unsere Wahrnehmung ungemein. Und dafür müssen wir eine Person noch gar nicht gesehen haben. Sie haben bestimmt schon einmal mit einer fremden Person telefoniert und hatten sofort ein Bild von ihr im Kopf – obwohl Sie sie noch nie gesehen haben, oder? Sie haben eine Vermutung über das Alter und die Herkunft. Zudem beurteilen Sie schon nach kurzer Zeit, ob derjenige freundlich und kompetent wirkt oder sie die Person am anderen Ende der Leitung unsympathisch finden. Und das alles nur anhand der Stimme.  

 

Während auf Frauen tiefe Männerstimmen anziehend wirken, ist es bei Männern genau umgekehrt: Für sie wirken Frauen mit einer hohen Stimme attraktiver.



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Doch welche Effekte in der Stimme beeinflussen uns dabei? Dieser Frage sind bereits einige Wissenschaftler auf den Grund gegangen und haben einiges dazu herausgefunden. Dazu gehört beispielsweise, dass tiefe Männerstimmen auf Frauen sehr anziehend wirken. Damit verbinden Frauen Männlichkeit, Größe und körperliche Stärke. Bei den Männern ist es dagegen umgekehrt: Für sie wirken Frauen mit einer hohen Stimme attraktiv. Der Grund geht weit zurück: Hören die Männer eine hohe Frauenstimme, zeichnet sich in ihrem Kopf ein Bild von einer Frau, die beschützt werden will. Doch geht die hohe Stimme in ein Quietschen über, lässt die Anziehungskraft auf Männer schlagartig nach.

Stimme lässt tief blicken

Neben der Beeinflussung der Wahrnehmung gibt die Stimme auch einen Einblick in die Gefühlswelt und in die Absichten des Sprechers. Und dabei kommt es auf die Zwischentöne an. Desinteresse und Frust beispielsweise machen die Stimme flach und monoton, Stress oder Nervosität lassen die Stimme gepresst und dünn wirken. Auch Traurigkeit ist aus der Stimme herauszuhören – auch wenn wir es versuchen zu unterdrücken. Diese Emotion führt dazu, dass die Sprechmuskulatur erschlafft und die Stimmlippen verzögert reagieren und sanfter vibrieren. Die Stimme klingt dadurch tiefer und kraftloser.

Unsere Stimme hat einen wirklich großen Einfluss. Und hieran sieht man mal wieder: Oft ist es gar nicht so entscheidend, was wir sagen, sondern vielmehr, wie wir es sagen. Unsere Eltern und Großeltern hatten also wieder einmal recht. Deswegen sollten wir uns immer bewusstmachen, welche Macht unsere Stimme auf das Gegenüber hat und vielleicht sogar lernen, wie wir dieses Instrument für uns sinnvoll einsetzen.

Fazit:
– Die Stimme beeinflusst unsere Wahrnehmung ungemein und hat einen großen Einfluss auf das Gesagte.
– Bevor wir den Inhalt des Gesagten verarbeiten, überlegen wir uns anhand der Stimme schon, ob uns das Gegenüber sympathisch ist oder nicht.
– Auch wenn wir es versuchen zu unterdrücken: Auch unsere Emotionen transportieren wir durch unsere Stimme.
– Wir müssen uns immer bewusst sein, welche Macht unsere Stimme auf andere Menschen hat.