Stimmarbeit

Die Macht der Stimme: Was macht eine angenehme Stimme aus?

Die Stimme ist unsere hörbare Visitenkarte. Der Klang der Stimme und die Art zu sprechen entscheidet maßgeblich, ob Sie Ihr Gegenüber sympathisch findet oder nicht. Wussten Sie beispielsweise, dass unsere Stimme – nach dem Aussehen und Verhalten – wichtiger als der Inhalt des Gesagten ist? Und gerade in Zeiten von Corona wird die Macht der Stimme einmal mehr deutlich. Denn wenn vom Mundschutz bedeckte Gesichter keinerlei Hinweise auf Mimik oder Gefühlslage geben, muss die Stimme als Emotionsträger eingesetzt werden. Ein Berufszweig der sich tagtäglich mit der Macht der Stimme auseinandersetzt, ist der Synchronsprecher. Also die Stimmen, die wir später in Navigationsgeräten, Sprachassistenten oder auch Hörbüchern hören. Wir haben uns gefragt: Was steckt eigentlich hinter der Stimmauswahl von Alexa, Siri. & Co.? Und welche Stimmeigenschaften wirken positiv oder negativ auf unsere Mitmenschen?

Was die Stimme über uns verrät 

Unsere Stimme ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck. Dabei gibt sie nicht nur Auskunft über Ihr Alter oder Geschlecht, sondern transportiert auch Ihre Stimmung, Ihren Gesundheitszustand sowie Ihre Einstellung zum Gesprächsthema oder zu sich selbst. Die Macht der Stimme in der Kommunikation ist also nicht zu unterschätzen. So ziehen wir Menschen anhand der Stimme sogar Rückschlüsse auf die Körpergröße oder Sympathie des Anderen – und das ist vor allem der Evolution geschuldet. So werden Sie sich mit einer schrillen, piepsigen Stimme schwer Gehör verschaffen. Eine volle, tiefe Stimme klingt für den Zuhörer dagegen kompetent, souverän und verlässlich. Aber auch hier gibt es Grenzen: Eine allzu raue, harsche Stimme geht mit Bedrohlichkeit einher. Ähnliches gilt für Frauenstimmen: So vermuten Männer hinter einer zarten Stimme einen kleinen Körper – und somit eine geringere Bedrohung für sich selbst.

Zusammengefasst heißt das: Eine voll klingende Stimme in mittlerer Tonlage wird von den meisten Menschen als angenehm empfunden. Allzu hohe, schrille Stimmen oder auch brummige, tiefe Stimmen belegen die unteren Ränge auf der Beliebtheitsskala. Vor allem weil sie oft weniger gut verständlich sind.

Die Macht der Stimme: Schrill oder brummig kommt nicht gut an

„Alexa, warum bist du eigentlich weiblich?“

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass bei Sprachassistenten wie Alexa, Siri & Co. meistens eine Frauenstimme zu uns spricht? Und auch das hat psychologische Gründe. Frauenstimmen werden als angenehmer wahrgenommen – das sagen zumindest zahlreiche Studien. So ergab ein Experiment eines Forschungsteams der Indiana University im Jahr 2008, dass eine weibliche Computerstimme als „herzlicher“ empfunden wird. Zudem zeigt eine weitere Untersuchung der Stanford University 2006, dass Systeme mit klarer Geschlechterzuordnung bestimmte Erwartungen und Stereotype beim Benutzer auslösen. So würde eine Frauenstimme mit Attributen wie „Herzlichkeit“ und „Fürsorglichkeit“ einhergehen. Außerdem soll die weibliche Stimme laut der Wissenschaft verständlicher als die männliche sein. Das liege unter anderem daran, dass die Frequenz der Signale höher sei und die Stimmlippen schneller schwingen. Die Sprecherin von Alexa möchte übrigens anonym bleiben. Die deutsche Stimme wurde laut Befragungen vor allem deswegen ausgewählt, weil sie glaubwürdiger, sympathischer und intelligenter als andere Bewerberinnen klang.

Die Stimme als Emotionsträger 

Unsere Stimme transportiert Gefühle. Denn neben dem Inhalt des Gesagten spielt vor allem das „Wie“ eine große Rolle. Hierzu zählt Artikulation, Stimmklang, Betonung, Sprachtempo, Lautstärke oder Pausensetzung. Das bedeutet im Umkehrschluss: Sie können gezielt beeinflussen, ob sie etwas freundlich, wütend oder enttäuscht rüberbringen möchten. Gerade in Zeiten von Corona, in der die Mimik teilweise komplett wegfällt, ist die Stimme wichtiger denn je. Die Stimme als Emotionsträger haben mittlerweile auch die Macher der Sprachassistenten erkannt. So soll Alexa bald mit Enttäuschung oder Begeisterung reagieren können. Ein Beispiel: Hat die Lieblingsfußballmannschaft das Match verloren? Dann wird Alexa die Hiobsbotschaft bald mit einer geknickten Stimme überbringen. Hat die Mannschaft dagegen gewonnen, wird eine freudige Alexa-Stimme ertönen. Zusätzlich sollen in den USA sogenannte Speaking Styles auf den Markt kommen. Auf diese Weise sollen beispielsweise Nachrichten seriöser vorgetragen werden. 

Alexa-Stimme – die witzigsten Befehle und Antworten

Auch wenn Emotionen noch nicht zu Alexas Stärken gehören, Humor beweist sie schon mal bei vielen Fragen. Hier unsere Top 3 der lustigsten Alexa Befehle:

„Alexa willst du ein Bier?“
Auf diese Frage antwortet die Alexa-Stimme: „Aber nicht vor vier. Nur ein Spaß. Ich trinke nicht. Flüssigkeit schadet meinen Platinen.“

„Alexa, mach den Abwasch!“
Hier reagiert Alexa mit: „Es tut mir leid, ich habe gerade keine Hand frei.  Moment, ich habe ja gar keine Hände…“

„Alexa, warum ist die Banane krumm?“
Hierauf entgegnet die Alexa-Stimme: „Weil niemand in den Urwald zog und die Banane gerade bog.“

Die Macht der Stimme: Worauf kommt es an? 

Aber gibt es jetzt wirklich DIE magische Stimme? Die Antwort lautet: Ja. – und jeder von uns hat sie! Es ist unser sogenannter Eigenton, der auch als „Wohlfühllage“ bezeichnet wird. Hierbei schwingen unsere Stimmlippen im Kehlkopf völlig entspannt. Die Folge: Sie klingen gelassen und dennoch aktivierend. Doch wie erreichen Sie jetzt diesen magischen Eigenton? Dieser kommt vor allem dann hevor, wenn sie ein wohliges „mhm“ von sich geben. Hier unsere Tipps, wie Sie am besten zu Ihrem Wohlfühlton gelangen:

  • Achten Sie auf eine aufrechte Haltung und lassen Sie die Schultern locker fallen. Eine entspannte Gesamthaltung führt zu einer entspannten Stimme. 
  • Murmeln Sie Laute wie „Mhm“, „Ahso“ oder „Ja“ vor sich hin und werden Sie sich Ihrer Wohlfühllage bewusst. 
  • Wechseln Sie lockeres Summen und Zählen ab – wenn beides in derselben Stimmlage kommt, sprechen Sie in Ihrer Wohlfühllage.
  • Bei strapazierter Stimme, Hustenreiz oder Heiserkeit empfehlen wir ipalat® die Halspastille.

Die Macht der Stimme hilft Ihnen dabei, immer dann zu überzeugen, wenn es darauf ankommt. Hier finden Sie weitere 5 effektive Tipps für eine kraftvolle Stimme.

Bildquellen:

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Die Halspastille ist bewährt bei rauem Hals und Halskratzen, strapazierter Stimme sowie bei Heiserkeit und Hustenreiz. Die mentholhaltigen Sorten geben zusätzlich das Gefühl für ein frisches und befreites Atmen.

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